Zur therapeutischen Beziehung im virtuellen Raum (Internet) - Eine explorative Online-Studie (1/4)

Niklas David (1), Peter Day (1), Uwe Prudlo (2)

(1) Psychologisches Institut, Universität Tübingen, (2) Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie, Universität Tübingen

  1. Einleitung
  2. Methoden
  3. Formal-situative Handhabung: Ergebnisse und Diskussion
  4. Therapeutische Online-Beziehungsqualität: Ergebnisse und Diskussion

Bereits jetzt schon in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens institutionalisiert, bietet das Medium Internet auch bezüglich der praktischen Psychotherapie neue Perspektiven. Insbesondere die Wertigkeit einer so genannten "Online-Therapie" wird kritisch diskutiert, um diese neuartige Form der Hilfeleistung bezüglich ihrer praktischen Umsetzung, ethisch-moralischen Vertretbarkeit, Indikation und Effektivität fachgerecht in das jeweilig bestehende psychosoziale Hilfssystem einordnen zu können. Die aktuelle Diskussion basiert vornehmlich auf einer rein differentiellen Fokussierung (z.B. Online-Kompatibilität schulspezifischer Verfahren). Die psychotherapeutische Einbindung der CMC modifiziert jedoch zwangsläufig auch die unspezifischen Grundelemente, die bisher allen Therapie-Verfahren (offline) invariant zugrunde lagen, so dass die Problematik bereits an einem viel grundlegenderen Punkt ansetzt: an den unspezifischen Wirkfaktoren psychotherapeutischen Vorgehens. Die Studie befasst sich mit der therapeutischen Beziehung innerhalb eines Online-Settings. Diese gilt unbestritten als die relevanteste unspezifische Wirkkomponente der Psychotherapie.

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URL: http://www.fob.uni-tuebingen.de/fachpublikum/forschung/feldstudie.php
Letzte Änderung: 04.06.2005